
Für Kinder · Abend
Der gute Hirte passt auf
7 Min. · Stimme Leon · Ps 23; Lk 15,4–6
Jesus erzählt vom Hirten, der sein verlorenes Schaf sucht, bis er es findet. Dazu ein Rückblick auf den Tag und ein Gebet aus dem dreiundzwanzigsten Psalm.
Zum MitlesenText anzeigenText ausblenden
Guten Abend. Jetzt liegst du in deinem Bett, und der Tag ist fast vorbei. Zieh die Decke bis unters Kinn. Such dir die Stelle auf dem Kissen, die am weichsten ist.
Und mach die Augen zu.
Wir atmen dreimal ruhig. Atme ein, und dein Bauch wird rund wie ein Ballon.
Atme aus, ganz langsam, und der Ballon wird klein.
Ein, der Ballon wird gross.
Aus, er wird klein.
Und noch einmal, in deinem eigenen Tempo.
Jetzt wird dein Körper schwer. Zuerst die Füsse. Dann die Beine. Dann der Bauch und die Arme. Wie ein Schaf, das sich ins warme Stroh legt.
Jesus hat den Menschen einmal eine Geschichte erzählt. Sie geht so. Ein Hirte hat hundert Schafe. Jeden Tag führt er sie auf die Weide, wo das Gras saftig ist. Und am Abend zählt er sie. Eins, zwei, drei, bis hundert.
Aber eines Abends kommt er nur bis neunundneunzig. Ein Schaf fehlt. Ein kleines.
Vielleicht ist es einem Schmetterling nachgelaufen. Vielleicht hat es nicht aufgepasst und ist hinter einem Felsen geblieben. Jetzt ist es allein, und es wird dunkel.
Da lässt der Hirte die anderen an einem sicheren Platz und geht los, in die Dämmerung hinein. Er sucht hinter den Büschen und zwischen den Steinen. Er ruft. Und er hört nicht auf, bis er es findet.
Und dann hört er ein leises Mäh. Da ist es.
Der Hirte schimpft nicht. Er hebt das Schaf hoch und legt es sich um die Schultern. So trägt er es nach Hause, ganz warm an seinem Hals.
Zu Hause ruft er seine Freunde und Nachbarn und sagt: Freut euch mit mir! Ich habe mein Schaf wiedergefunden.
Jesus hat gesagt: So ist Gott. Er sucht jeden, bis er ihn findet. Auch dich.
Jetzt schauen wir noch auf deinen Tag. Was war heute schön? Vielleicht ein Spiel in der Pause. Oder ein Tier, das du gestreichelt hast.
Und gab es etwas, wo du dich ein bisschen verloren gefühlt hast? Allein, oder nicht dabei?
Gott hat es gesehen. Er hat dich gesucht, auch da.
Denk jetzt an jemanden, der heute für dich da war. Und sag leise danke für ihn.
Jetzt beten wir zusammen, mit Worten aus dem dreiundzwanzigsten Psalm. Sprich mir nach, wenn du magst. Gott, du bist mein Hirte. Mir fehlt nichts. Du führst mich auf grüne Wiesen. Auch wenn es dunkel wird, habe ich keine Angst. Denn du bist bei mir. Amen.
Der gute Hirte passt auf dich auf heute Nacht. Er kennt deinen Namen.
Gott segne dich und behüte dich. Er lasse sein Licht über dir leuchten und schenke dir Frieden.
Gute Nacht.