Sonnenaufgang über dem Tal

Morgengebet · Samstag

Ein wenig ausruhen

5 Min. · Stimme Leon · Mk 6,31

Ein Samstagmorgen ohne Eile. Einen stillen Ort im Tag finden und Zeit für die Menschen, mit denen du lebst.

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Guten Morgen. Es ist Samstag. Vielleicht riecht es schon nach Kaffee. Vielleicht sind die Kinder längst wach, und du hörst sie im Wohnzimmer. Oder es ist ganz still, und heute braucht dich niemand. Auch das kann schwer sein.

Lass dir heute mit dem Aufwachen Zeit. Streck dich, wenn du magst. Und atme ein paar Mal so, als hättest du nichts vor.

Gott, ein Samstag. Ich weiss noch nicht, was aus ihm wird. Ich möchte ihn mit dir anfangen.

Im Markusevangelium kommen die Jünger zu Jesus zurück und erzählen ihm, was sie alles getan haben. Es ist so viel los, dass sie nicht einmal zum Essen kommen. Und Jesus sagt zu ihnen: Kommt mit mir, ihr allein, an einen einsamen Ort, und ruht ein wenig aus.

Ruht ein wenig aus. Jesus sagt das zu Leuten, die mit ihrer Arbeit noch lange nicht fertig sind.

Was steht heute an? Der Wocheneinkauf, die Wäsche, das Fussballspiel der Tochter, das Geburtstagsgeschenk, das noch fehlt. Vielleicht ein Besuch bei deinen Eltern im Heim. Oder du arbeitest heute, im Service oder auf der Baustelle, und der Samstag ist für dich ein Tag wie jeder andere.

Frag Gott: Wo ist heute mein einsamer Ort? Das kann eine Stunde sein. Oder zehn Minuten auf dem Balkon, mit einer Tasse in der Hand.

Und schau auf das, was diese Woche liegen geblieben ist. Die Liste darf heute liegen bleiben. Sag Gott: Das darf warten. Heute gehöre ich dir und den Menschen, mit denen ich lebe.

Denk jetzt an die Menschen, mit denen du heute zusammen bist. Und an einen, der heute allein ist und sich über ein Zeichen von dir freuen würde.

Herr, an Wochenenden erwarten wir viel voneinander. Es soll endlich schön werden. Und dann streiten wir im Auto, oder beim Aufräumen. Schenk uns heute Geduld miteinander. Und Humor, wenn es anders läuft als geplant.

Und wenn ich heute niemanden habe, dann sei du mir nah. Lass mich spüren, dass ich zu dir gehöre, auch an einem leeren Samstag.

Ein Vorsatz für diesen Tag: Leg das Handy für eine Stunde in eine Schublade. Und schau in dieser Stunde einem Menschen richtig zu. Beim Spielen oder beim Erzählen. Oder, wenn du allein bist, schau dem Himmel zu.

Wir beten zusammen. Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Gott schenke dir heute Ruhe, in der du wirklich ausruhen kannst. Und Menschen, bei denen du nichts leisten musst. Amen.